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Freikirchen in Österreich

Die Freikirchen in Österreich (FKÖ) sind ein Zusammenschluß von derzeit fünf Gemeindebünden mit dem Ziel, die zahlenmäßige Anforderung für die gesetztliche Anerkennung als Glaubensgemeinschaft zu erreichen. Dieses Ziel wurde erreicht, als die FKÖ im August 2013 als Religionsgemeinschaft staatlich anerkannt wurden.

Die Mitglieder der FKÖ sind derzeit der Bund der Baptistengemeinden in Österreich, der Bund Evangelikaler Gemeinden in Österreich, die Elaia Christengemeinden, die Freien Christengemeinden samt ihren Zweigverbänden, sowie die Mennonitische Freikirche Österreich.

Die Freikirchen in Österreich werden geleitet vom Rat der Freikirchen, der aus den leitenden Personen der Mitgliedsbünde besteht. Der Rat wählt alle zwei Jahre seinen Vorsitzenden, der auch offizieller Sprecher der FKÖ ist. Nach Walter Klimt (Baptisten), Edwin Jung (Freie Christengemeinden), und Reinhold Eichinger (Bund Evangelikaler Gemeinden) ist seit 11. September 2019 Reinhard Kummer von der Mennonitischen Freikirche Sprecher der FKÖ und Vorsitzender des Rates der Freikirchen. Sein Stellvertreter ist Karl Peloschek von den Elaia Christengemeinden.

Per Gesetz brauchen anerkannte Glaubengemeinschaften in Österreich ein Alleinstellungsmerkmal, d.h. sie müssen sich von allen anderen anerkannten Glaubensgemeinschaften unterscheiden (der Betreiber dieser Webseite hält das für eine ungerechtfertigte Einmischung des Staates in die lehrmäßige Unabhängigkeit der Religionsgemeinschaften, aber so ist es nun mal). Das Alleinstellungsmerkmal der FKÖ ist die Glaubenstaufe, d.h. es werden nur mündige Personen auf das Bekenntnis ihres Glaubens getauft. Damit sind die FKÖ prinzipiell offen für andere freikirchliche Gemeindebünde, welche ebenfalls die Glaubenstaufe praktizieren (Credobaptisten), nicht jedoch für Gemeindebünde, die Kinder taufen (Paedobaptisten), oder die sich in dieser Sache nicht deklarieren wollen.

Neben den Gemeinden der fünf Mitgliedsbünde gehören den FKÖ auch verschiedene soziale und karitative Einrichtungen an, die auf der Glaubensgrundlage der FKÖ arbeiten, wie z.B. verschiedene christliche Privatschulen und Missionswerke.